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19.12.2008 - Inflation lässt Kaufkraft voraussichtlich stagnieren

Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat am Dienstag ihre Prognosen für die Entwicklung der Kaufkraft der Bundesbürger im kommenden Jahr veröffentlicht.

Beherrschendes Thema war dabei einmal mehr die Finanzkrise und die drohende Inflation. Die Konsumforscher sagten für das Jahr 2009 zwar ein Anstieg des verfügbaren Einkommens um rund 1,1 % voraus, äußerten jedoch auch die Befürchtung, dass die Inflation mindestens ebenso hoch ausfallen wird.

Durchschnittlich kann im nächsten Jahr laut der GfK-Prognose jeder Bundesbürger mit einer Kaufkraft von genau 18.946 Euro rechnen, wobei es allerdings zu sehr deutlichen Unterschieden in einzelnen Regionen und Bundesländern kommen wird. Demnach werden die Bürger im Westen mit einer höheren Kaufkraft rechnen können als die Bewohner der neuen Bundesländer, so die GfK.

Die höchste Kaufkraft ist nach Einschätzung der Konsumforscher auch im nächsten Jahr in Hessen, Bayern und Baden-Württemberg zu erwarten, wo der Wert jeweils über 20.000 Euro pro Kopf liegen wird. Das Ende dieses Rankings wird nach wie vor Sachsen-Anhalt mit einer durchschnittlichen Kaufkraft von nur 15.548 Euro zieren

 


 

05.12.2008 - Angaben über Spritverbrauch bei Neuwagen müssen stimmen

Der kränkelnden Autoindustrie droht neues Ungemach in Form eines Urteils, das am gestrigen Donnerstag vom Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart verkündet wurde (Az.: 7 U 132/07). Die Richter gaben der Klage eines Autokäufers statt, der den Hersteller (Mercedes) auf Schadensersatz verklagte, weil sein Neuwagen mehr Sprit schluckt als vom Hersteller angegeben.

Der Mercedes-Kombi der E-Klasse sollte im Stadtverkehr 10,2 Liter Diesel verbrauchen und bei Überland-Fahrten 7,6 Liter. Vom Kläger wurde jedoch durch eigene Berechnungen ein Spritverbrauch festgestellt, der um bis zu 15 % über den Herstellerangaben lag, weshalb der Mercedes-Fahrer vor den Kadi zog. Das OLG Stuttgart betraute einen unabhängigen Gutachter mit der Ermittlung des tatsächlichen Spritverbrauchs, wobei sich herausstellte, dass die E-Klasse 9,1 Liter mehr verbraucht als ausgewiesen.

Neben dem Schadensersatz für den Mehrverbrauch des Dieselkraftstoffs muss Mercedes dem Kläger 2.500 Euro des Kaufpreises (62. 000 Euro), sowie die Gerichtskosten in Höhe von 2.400 Euro erstatten. Mercedes hat das Urteil bereits akzeptiert, sprach jedoch von einem Einzelfall

 


 

20.11.2008 - Solarworld bekundet Interesse an Opel

Die in Bonn ansässige Solarworld AG ist nach Angaben ihres Vorsitzenden Franck Asbeck stark an einem Einstieg beim angeschlagenen Autobauer Opel interessiert. Asbeck hat dem amerikanischen Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) bereits ein Angebot zur Übernahme der vier deutschen Werke sowie des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim gemacht.

Auch wenn sich GM bisher wenig interessiert an einem solchen Deal zeigt, will Asbeck die Flinte nicht so schnell ins Korn werfen.

Solarworld soll nach dem Willen ihres Chefs die erste grüne Automarke der Welt werden. Asbecks Visionen sehen einen Konzern, der dem Kunden nicht nur Solarfahrzeuge mit Solarzellen bietet, sondern auch die notwendigen Solartankstellen flächendeckend bereitstellt. Die Chancen für eine Umsetzung dieser kühnen Plänen stehen angesichts der aktuellen Krise in der Automobilindustrie in der Tat nicht schlecht, dennoch reagierten die Börsianer leicht verunsichert auf den vermeintlichen PR-Gag aus Bonn. Die Solarworld-Aktie verlor nach Bekanntwerden des Angebots rund 12 % ihres Werts.

 


 

23.11.2008 - IG Metall Streik in letzter Sekunde abgewendet

Streik in Metall- und Elektrobranche in letzter Sekunde abgewendet

Aufatmen in der Metall- und Elektrobranche: Nach einem wahren Verhandlungsmarathon bis in die frühen Morgenstunden, konnten die Spitzen der IG Metall und der Arbeitgeberverbände am gestrigen Mittwoch eine Einigung im Tarifstreit erzielen.

Die Arbeiter in der Metall- und Elektrobranche erhalten demnach ab Februar 2009 2,1 % mehr Lohn, ab frühestens Mai 2009 weitere 2,1 % des bisherigen Lohns. Außerdem erhält jeder Arbeitnehmer der genannten Branchen eine Einmalzahlung in Höhe von 510 Euro.

Zuletzt deutete einiges darauf hin, dass es ab dem 17. November zu einem Generalstreik der Metaller in Baden-Württemberg kommen könnte. Ein Arbeitskampf ist mit dem Tarifabschluss nun endgültig vom Tisch. Baden-Württemberg gilt traditionell als Pilot-Bezirk der Metall- und Elektrobranche, weshalb der Tarifabschluss künftig auch für den Rest der Republik verbindlich sein wird. IG Metall-Bezirksleiter Jörg Hofmann und Jan Stefan Roell von der Arbeitgeberseite zeigten sich zufrieden mit dem Ergebnis und sprachen von einem guten Tag für Metall- und Elektroindustrie.

 


 

06.11.2008 - Börsengang der Bahn wohl nicht vor 2010

Der ursprünglich für Ende Oktober vorgesehene und als Folge der aktuell schwierigen Lage an den Finanzmärkten kurzfristig geplatzte Börsengang der Deutschen Bahn wird wohl auch im nächsten Jahr nicht realisiert werden können. Diese Einschätzung äußerte ein Sprecher des Bundesfinanzministers Peer Steinbrück (SPD) am gestrigen Mittwoch in Berlin. Ein Börsengang der Deutschen Bahn zum gegenwärtigen Zeitpunkt stelle eine Schwächung der Bundesfinanzen dar und tauche daher auch nicht als Einnahmequelle im Haushaltsplan des Bundes für das Jahr 2009 auf, so der Sprecher.

Damit dürfte ein Börsengang der Deutschen Bahn noch vor den Bundestagswahlen in knapp einem Jahr endgültig vom Tisch sein, auch wenn das Bundesfinanzministerium darauf verweist, dass man jederzeit reagieren könne, wenn sich die Wirtschaftslage wieder verbessere. Zahlreiche Börsianer hatten verunsichert reagiert, nachdem sich die Krise auf dem Immobiliensektor der USA auch auf die allgemeinen Finanzmärkte übergegriffen hatte. Unter diesen Voraussetzungen sei ein Börsengang ein unkalkulierbares Risiko, wie es vor wenigen Wochen aus der DB-Zentrale zum abgesagten Börsengang hieß.

 


 

25.10.2008 - Krisenmanagement bei der Commerzbank

Die Commerzbank geht einen sehr ungewöhnlichen Weg um das verlorene Vertrauen der Kunden Zurückzugewinnen. Es wird ein Kundenbeirat gegründet mit dem 2 Mal pro Jahr über die geschäftliche Ausrichtung der Commerzbank diskutiert werden soll. Da die Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank geplant sei wird sich der Kundenbeirat aus jeweils 20 Kunden der beiden Banken zusammensetzen verkündete das Vorstandsmitglied Achim Kassow der Welt am Sonntag.

 


 

24.10.2008 - Auswirkungen der Finanzkrise

Nicht nur den Banken geht es momentan schlecht. Die Automobilhersteller verzeichnen stark sinkende Absatzzahlen was teilweise schon zu Produktionsstopps geführt hat. Viele Firmen erhalten momentan keine Folgeaufträge mehr. Die Zahl der Arbeitslosen könnte durchaus steigen.

So wird VW z.B. einen Teil der auslaufenden Verträge mit Leiharbeiten wohl nicht mehr verlängern. Bis zum Jahresende werden alleine in Deutschland ca. 750 Verträge auslaufen. Sollte sich die wirtschaftliche Situation nicht verbessern werde der Abbau von weiteren Leiharbeitern nicht ausgeschlossen.

Ratenkredite:
Aufgrund der Bankensituation wird es demnächst sicherlich schwieriger werden, einen Ratenkredit zu erhalten. Gerade Personen mit schlechter Bonität werden sicherlich höhere Zinsen bezahlen müssen, oder anderweitige Sicherheiten bringen müssen.

Steigen die Zinsen jetzt?
Die Zinsen für Baugeld sind momentan am fallen. In den letzten 2 Wochen fielen sie von 5,25% auf 5,06% (Mittelwert für eine 10 jährige Zinsbindung).

Experten gehen davon aus, dass die Zinsen für allgemeine Ratenkredite in der nächsten Zeit steigen werden, denn die Verluste müssen wieder wettgemacht werden.

 


 

19.10.2008 - Die aktuelle Situation an den Börsen

Wer Aktien und Investmentfonds besitzt, braucht zurzeit gute Nerven, wenn er die täglichen Börsennachrichten verfolgt. Die aktuelle Finanzsituation ist derzeit so gefährlich, wie seit der Weltwirtschaftskrise nicht mehr.

Die Bundesregierung hat gerade ein Gesetz zur Rettung des Finanzsystems beschlossen, dem auch die Länder zähneknirschend zugestimmt haben. 480 Milliarden Euro werden zur Verfügung gestellt, um die Banken dazu zu bringen, sich wieder gegenseitig Geld zu leihen, und um in Schwierigkeiten geratenen Geldinstituten mit Darlehen aus der Klemme zu helfen. Auch hat die Regierung den Sparern versichert, dass ihre Girokonten, Tages- und Festgeldkonten und ihre Sparbücher gesichert sind, selbst wenn die Einlagensicherungssysteme der Banken versagen sollten.

Weitere Rettungsmaßnahmen werden gerade innerhalb der EU und der ganzen Welt besprochen.

Die Börsen fahren derweil Achterbahn. Nach riesigen Verlusten von rund 20 Prozent innerhalb einer Woche haben sich die Börsen in aller Welt kurzzeitig erholt, als bekannt wurde, dass die großen Industrienationen nationale und internationale Anstrengungen unternehmen, um das Vertrauen in die Märkte wiederherzustellen. So spektakulär wie die Verluste waren denn auch die Tagesgewinne an einigen Börsen, die bis zu 14 Prozent betrugen.

Aber von Dauer war die Euphorie nicht, denn gleichzeitig mit dem Bekannt werden der Rettungsmaßnahmen wurde auch von einer drohenden Abkühlung der Weltwirtschaft gesprochen. Gerade Amerika könnte in eine Rezession fallen, und auch in Deutschland wird die Stimmung in der Wirtschaft immer schlechter. Das Wachstum für 2009 wird nun von Optimisten auf 0,2 Prozent geschätzt; andere befürchten ein Nullwachstum oder sogar ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung.

Das sind keine guten Aussichten für die Börse, die ja immer die Zukunftserwartungen der Anleger widerspiegelt. Wahrscheinlich wird man in der nächsten Zeit keine Aktiengewinne erwarten können. Wer aber längerfristig denkt, für den könnte sich ein Einstieg gerade jetzt lohnen, wo die Aktien so niedrig bewertet sind. Auch sollte man trotz der Krise nicht vergessen, dass ab 2009 die Abgeltungssteuer in Kraft tritt, die man durch einen Aktienkauf noch in diesem Jahr umgehen kann

 


 

Wussten Sie…

Wussten Sie, dass die Bank einen Dispositionskredit kündigen darf, obwohl sich der monatliche Geldeingang nicht verändert hat?

Die berechtigten Belange des Kontoinhabers müssen dabei aber berücksichtigt werden, d.h.: Das Bankinstitut kann den Ausgleich des Kontos nicht sofort verlangen sondern muss dem Kontoinhaber mindestens 14 Tage Zeit geben.

Wussten Sie…

Wussten Sie, dass ein Kreditinstitut eine negative Mitteilung an die Schufa übermittel kann ohne Sie vorab zu informieren?

Grundsätzlich darf z.B. ein Negativmerkmal wie ein beantragter Mahnbescheid nur nach Zustimmung des Säumigen an die Schufa übermittelt werden, diese ist aber in der Regel schon im Kleingedruckten beim Antrag auf Kontoeröffnung enthalten.

Wussten Sie, dass sich Ihre Tagesgeldzinsen ändern können ohne dass Sie darüber informiert werden?

Solange sich eine Bank nicht in den AGB dazu verpflichtet braucht sie es auch nicht zu tun. Die Information erhalten Sie nämlich auch auf Ihrem Kontoauszug.

 

 

 

 

 

 

 

 
 
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